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3. Fremdsprache

3. Fremdsprache

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Welche dritte Fremdsprache kann man am GGG erlernen?

Wer in Klasse 6 Latein als 2. Fremdsprache wählte, kann in Klasse 9 Französisch oder Spanisch als 3. Fremdsprache wählen; wer sich damals für
Französisch als 2. Fremdsprache entschied, kann nun am Latein- oder Spanischunterricht in der 3. Fremdsprache teilnehmen. Voraussetzung
ist, dass sich mindestens 10 Schüler/Innen schriftlich dafür anmelden.

Was spricht für das Erlernen einer 3. Fremdsprache?

Grundsätzlich schadet es nie, etwas für die Erweiterung seiner Kenntnisse zu tun, wenn man noch Reservepotenzial zur Verfügung hat: Wer in
seinen Zeugnissen zusätzliche Leistungen nachweisen kann, hat - besonders nach unseren Erfahrungen der jüngsten Zeit - bei Bewerbungen
die besseren Chancen. Immer wieder müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass diejenigen Schüler/Innen, die durch den Nachweis einer zusätzli-
chen freiwilligen Leistung, die im Zeugnis qualifiziert ausgewiesen wird, dadurch ihrem zukünftigen Arbeitgeber signalisieren, dass sie in
besonderem Maße leistungsbereit sind und positive Einstellungsvoraussetzungen haben wie Interesse, Ausdauer und letztlich Kompetenz.

Sicherlich muss man für den Erwerb einer dritten Fremdsprache zusätzliche Zeit in der Schule und zu Hause aufwenden, sich zusätzliche
Mühe
machen. Aber gerade jetzt in der eigenen Schulzeit hat man reichlich Gelegenheit, erweiterte Kompetenzen nahezu kostenlos
zu erwerben. Gerade die Beherrschung von Fremdsprachen ist in unserem Zeitalter globaler Kommunikation eine der Schlüsselkompe-
tenzen
, um z.B. im persönlichen Gespräch mit Geschäfts- und Vertragspartnern letztlich Erfolg zu haben.

Was spricht für Französisch als 3. Fremdsprache?

° Frankreich ist unmittelbarer Nachbar und unser größter Handelspartner innerhalb der europäischen Gemeinschaft.
° Viele deutsche Unternehmen unterhalten auch in Frankreich Firmenzweige, die u.a. auch mit deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
   zu versorgen sind (wer für sein Unternehmen mit einer Zusatzqualifikation flexibler einsetzbar ist, hat bessere berufliche Perspektiven).
° Auf Grund des sog. Maastricht-Vetrtrags zur europäischen Einigung ist es schon jetzt möglich, sich in jedem Land der EU beruflich nieder-
   zulassen (lt. Statistik lassen sich mehr und mehr deutsche Mittelständische Unternehmen in Frankreich nieder oder eröffnen dort einen
   zweiten Betrieb, weil sie dort bessere Standortbedingungen vorfinden).
° Auf Grund der historischen Sprachentwicklung bieten gute Französischkenntnisse eine hervorragende Grundlage, um weitere romanische
   Sprachen zu erlernen.
° Der ständige Umgang mit Sprachstrukturen hat nachweislich positive Auswirkungen auf das Gedächtnis des Lerners.
° Ca. 50% des englischen Wortschatzes lassen sich über die französische Sprache erschließen.

   Leider können wir Französisch als 3. Fremdsprache (F3) wegen der zu geringen Zahl an Lernwilligen im kommenden Schuljahr 2011/2012
   am GGG nicht anbieten, da die Anmeldezahl (nicht einmal ein Drittel der erforderlichen Meßzahl zur Lerngruppenbildung) trotz nochmaliger
   Bewerbung der 3. Fremdsprachen weit unter der Meßzahl 10 liegt. Wir bedauern dies, denn F3 könnten wir auf Grund der uns zur Verfügung
   stehenden Lehrerstunden anbieten, ohne irgendwo F2 kürzen zu müssen.

Was spricht für Latein als 3. Fremdsprache?

° Noch immer gibt es genügend Universitäten im In- und Ausland, die für die unterschiedlichsten Studiengänge das Latinum voraussetzen
  (z.B. Theologie, Archäologie, Altertumswissenschaften, Philologie, Jura, etc.)
° Man kann das Latinum am Gymnasium auch erlangen, wenn man fünf Jahre in Folge am Lateinunterricht teilnimmt, also von Klasse 9-13  
   (BeGyS : Klasse 8-13, da die 9. Klasse übersprungen wird). Dies bedeutet, dass man als Teilnehmer/In an L3 Latein auch in der MSS kon-
   sequent fortführen muss.
° Man möge bedenken, dass man nirgendwo sonst Gelegenheit hat, ohne größeren finanziellen Aufwand das Latinum zu erwerben. Der nach-
   trägliche Erwerb des Latinums an einer Universität ist für jede Studentin und jeden Studenten für die Dauer der Lateinkurse immer mit gro-
   ßen zeitlichen Abstrichen an ihren eigentlichen Studienfächern verbunden.

   Es sei hier ausdrücklich angemerkt, dass das GGG sich in jedem Schuljahr neu bemüht, auch Latein als 3. Fremdsprache anzubieten, es jedoch
   immer wieder zu Personalengpässen kommt oder dass sich nicht genügend Lernwillige für Latein als 3. Fremdsprache anmelden. Auf das kom-
   mende Schuljahr 2011/2012 trifft leider beides zu, so dass wir am GGG leider L3 - wie schon F3 - nicht anbieten können.  Auch bei L3
   liegt die Anmeldezahl bei nur 30% der erforderlichen Meßzahl 10.

Was spricht für Spanisch als 3. Fremdsprache?

° Mit dem Erlernen der spanischen Sprache erschließt sich den Schülerinnen und Schülern ein neuer Kulturkreis.
° Spanisch erweitert die Kommunikationskompetenz unserer Schüler/Innen als Bürger/Innen Europas.
° Spanisch bietet unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, über Europa hinaus sich mit der spanischsprachigen Welt Mittel- und 
  Südamerikas
(Ausnahme: Brasilien) vertraut zu machen.
° Kompetenz in Spanisch schafft persönliche Flexibilität im Beruf innerhalb Europas und im spanischsprachigen Amerika.
° Wie jede Sprache fördert Spanisch interkulturelles Lernen, wodurch eher globale Probleme besser verstanden und kommunikativ gelöst 
  werden können.

Was spricht gegen das Erlernen einer 3. Fremdsprache?

Es gibt nur wenige Gründe, sich nicht für den Erwerb einer dritten Fremdsprache zu entscheiden:

° Man hat in den für die Schullaufbahn zentralen Hauptfächern - Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache, Mathematik - durchgehend oder auch nur
  teilweise die Note "ausreichend" oder auch in sog. Nebenfächern bereits schwache Leistungen. Ist es erst einmal dahin gekommen, sollte man
  sich nicht noch durch ein weiteres anspruchsvolles Zusatzfach belasten. Wie schnell kann aus "ausreichend" die Note "mangelhaft" werden.
  Daher ist es nur sinnvoll, sich auf die Beseitigung "ausreichender" oder noch schwächerer Leistungen zu konzentrieren.

  Hier sei angemerkt, dass das Leistungsbild vor allem in den Hauptfächern für uns Anlass ist, Schüler/Innen nicht zur 3. Fremdsprache zuzulassen,
  die z.B. in Mathematik bereits eine nur "ausreichende" oder sogar darunter liegende Leistung aufweisen. Dieser Grundsatz dient dem Schutz
  unserer Schüler/Innen, um deren Fehleinschätzung der Anforderungen einer 3. Fremdsprache und eine daraus resultierende Über-
  forderung
zu vermeiden, denn die 3. Fremdsprache ist nur in der Reihenfolge die dritte Sprache, nicht in ihren Anforderungen. Außerdem
  liegt es in der Natur der Sache, dass vor allem das erste Lernjahr mit Mehraufwand an Zeit (Unterricht sowie Vor- und Nachbereitung z.B. durch
  Hausaufgaben) verbunden ist, um dann den sicherlich auch angestrebten Spaß an der Sache zu haben. Dieses Stehvermögen haben nach
  den bisherigen Erfahrungen diejenigen nicht, die sich bereits zur Halbzeit eines Schuljahres wieder abmelden oder zunehmend den Unterricht
  durch unangebrachtes Verhalten "bereichern" und dadurch die wirklich Interessierten und Lernwilligen stören. Wir am GGG nehmen unsere Aus-
  bildungsverantwortung wahr u.a. auch dadurch, dass wir unseren interessierten und kooperativ den Unterricht mitgestaltenden Schülerinnen
  und Schülern Qualität bieten wollen. 

° Es liegt eine eher weniger ausgeprägte Sprachbegabung vor, d.h. die beiden ersten Sprachen bereiten bereits Probleme.

° Begabung und Interesse konzentrieren sich eher auf mathematisch-naturwissenschaftliche Bereiche: In diesem Fall sollte unbedingt die Teilnahme
  an unserem Projekt-Unterricht "MINT" (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) erwogen werden.

° Ein weiterer heute leider allzu häufig anzutreffender Grund, den Sie als Eltern allerdings nicht akzeptieren sollten, ist die Bequemlichkeit Ihres
  Kindes. Wenn noch Leistungsreserven da sind, sollten Sie mit Ihrem Kind konstruktiv diskutieren, ob nicht eine weitere Zusatzqualifikation
  erarbeitet werden sollte. Wir haben reichlich Argumentationshilfe an anderer Stelle in diesem Beitrag gegeben...

Mit wievielen Stunden/Woche werden die 3. Fremdsprachen unterrichtet?

Sie werden in drei Wochenstunden unterrichtet, wovon zwei Stunden als Doppelstunde am Nachmittag liegen müssen (Stundenplanzwänge). Falls
nicht genügend Lehrerwochenstunden vorhanden wären, müsste man den Unterricht auf zwei Stunden am Nachmittag kürzen.

Wirkt sich die Note in den 3. Fremdsprachen auf die Versetzung aus?

Ja, aber nur im positiven Sinn: Das Wahlpflichtfach* 3. Fremdsprache kann durch die Noten "sehr gut" oder "gut" eine Note "mangelhaft" in einem sog. Nebenfach ausgleichen. Hat jemand in einer 3. Fremdsprache die Note "mangelhaft" oder "ungenügend", so wirkt sich dies nicht negativ auf die Versetzung aus, da diese Noten nicht ausgeglichen werden müssen.

*) Wenn es gewählt wurde und unterrichtet wird, besteht Teilnahmepflicht und die Pflicht zum Leistungsnachweis.

Wielange muss man an der 3. Fremdsprache teilnehmen?

Man muss mindestens für die Dauer eines Schulhalbjahres teilnehmen. Jedoch ist es nicht sinnvoll, sich bereits zum 31. Januar des jeweiligen Schuljahres
wieder abzumelden*. Die Schule sieht dies nicht gerne, da wir stabile Lerngruppen brauchen, um sinnvoll mit unserem Personal planen und solide Stunden-
pläne erstellen zu können. Außerdem kostet die 3. Fremdsprache zusätzlich Lehrerwochenstunden, die ggf. an anderer Stelle fehlen.

*) nur mit echter Unterschrift eines Elternteils

 

Wolfgang Loeffler,
Koordinator für Fremdsprachen

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 17. Juni 2011 um 10:36 Uhr